Das Schwarzwild

Wildschweine leben in Rotten(Familienverbänden), die stets von einer Leitbache, also einem älteren, erfahrenen weiblichen Tier, angeführt wird. Nur sehr selten übernimmt ein Keiler, also ein männliches Tier, die Führung einer Rotte.

In der freien Natur ist das Schwarzwild, in der Jägersprache auch Schwarzkittel genannt, in Feld, Wald und Flur, gern in Maisfeldern, ständig auf Nahrungssuche unterwegs und daher ständig auf Wanderschaft. Im Gehege, wo die Futtersuche nicht erforderlich ist, sieht man die Tiere aber ebenfalls oftmals in sportlichem Tempo über Stock und Stein „toben“.

Hochzeit (Rauschzeit) feiert das Schwarzwild in der Zeit November bis Januar.

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Im frühen Frühjahr, wenn nach 3 Monaten, 3 Wochen und meist 3 Tagen die Frischlinge in ihrem auffälligen Streifenkleid geboren werden, oft 5 bis 7 von einer Bache, hat diese in der Regel an einem geschützten Ort aus Gezweig, Heu und anderen geeigneten Pflanzen eine " Kinderstube" gebaut, den " Kessel". Die Frischlinge werden in den ersten Wochen gesäugt, bald aber folgen sie ihren Müttern auf Nahrungssuche. Im Wildpark sieht man sie dann flott durch das Gelände zu den Futterstellen ziehen, wo eine spezielle Einrichtung ihnen einen separaten Zugang zum Futter ermöglicht, damit sie nicht ständig von den futtergierigen größeren Tieren verdrängt werden können.

Wildschweine sind Allesfresser, sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung steht auf ihrem Speiseplan. Dabei sind sie nicht besonders wählerisch. Im Gehege bemühen sich die ehrenamtlichen Helfer darum, das Futterangebot möglichst abwechslungsreich und ausgewogen zu gestalten. Eicheln und Bucheckern sind sehr beliebt, aber aufgrund der jahreszeitlich begrenzten Verfügbarkeit stehen auch Rüben, Wurzeln, Kartoffeln, besonders gern Topinambur, Mais, alles Getreide, Eier, Fisch, sowie auch verunfalltes Wild auf dem Speiseplan. Dazu suchen sich die Tiere Würmer, Mäuse, Schnecken und jedes andere Getier aus der Natur.

Das Schwarzwild im Wildpark Malente hat ein sehr großes, umzäuntes Areal für sich, in dem sie all ihre benötigten Lebensräume und Schutzzonen finden. Trotzdem kann sich jeder Besucher darauf verlassen, sie zu Gesicht zu bekommen, da oftmals am Gatterzaun gefüttert wird und auch die Besucher artgerechtes Futter für sie mitbringen. Es herrscht daher oftmals reges Treiben – so dass jung und alt diese faszinierenden Tiere ausführlich beobachten können.

Wir bitten folgendes zu beachten:

  • Trotz Gatterzaun sind Wildschweine wilde Tiere, die sehr schnell und schmerzhaft zubeißen können. Bitte auf keinen Fall durch den Zaun greifen, Futter stets mit ausreichendem Abstand über den Zaun werfen.
  • Nur artgerechtes Futter verwenden, dazu zählen alle bei uns vorkommenden Naturfrüchte wie Obst, Nüsse, Kastanien, Eicheln etc.